Dienstag
Spiele für das Sommerfest im Freien
Nr. 01 Gruppenspiele und Feste 4 Min. Lesezeit
Spiele für das Sommerfest im Freien: Staffellauf, Sackhüpfen, Wasserstaffel und ruhige Varianten für Kinder von vier bis zwölf Jahren, mit Regeln und

Bei einem Sommerfest im Freien laufen Kinder in Staffeln über die Wiese, hüpfen in Säcken um Pylonen und tragen Becher mit Wasser von Hand zu Hand. Sie üben dabei Absprachen in der Gruppe, Rücksicht auf langsamere Kinder und das Warten, bis sie an der Reihe sind. Mitgespielt wird in Teams von vier bis sechs Kindern, ab vier Jahren in vereinfachter Form, ab acht Jahren mit Zeitnahme.
Was gehört auf die Wiese, bevor das erste Spiel beginnt?
Ein Sommerfest braucht eine klare Spielfläche. Geeignet ist eine Wiese von etwa zehn mal zwanzig Metern, ohne Maulwurfshügel, ohne Glasscherben und ohne Wurzeln. Zwei Pylonen markieren Start und Ziel, ein Kreidestrich oder ein Seil die Mittellinie. Für die jüngeren Kinder legt die Spielleitung eine eigene kurze Bahn von fünf Metern an, damit sie nicht zwischen den größeren laufen.
Material für einen Nachmittag mit zwanzig Kindern: vier Pylonen, zwei Seile, sechs Jutesäcke, vier Eimer, zehn Becher aus Kunststoff, eine Trillerpfeife, ein Korb für die Preise und ein Eimer Wasser zum Nachfüllen. Dazu kommen Sonnenschutz, ein Schattenplatz und Getränke. Wer ein Fest in einer Stadt mit eigenen Traditionen plant, findet bei Familienfeste in York Hinweise zu Abläufen, Wegen und Zeiten, die sich auf die eigene Planung übertragen lassen.
Die Dauer richtet sich nach der Zahl der Kinder. Für zwölf Kinder reichen sechs Spiele von je zehn Minuten, dazwischen fünf Minuten Pause. Nach neunzig Minuten ist die Aufmerksamkeit weg, dann hilft ein ruhiges Spiel oder eine Essenspause.
Der Staffellauf mit Becher und Wasser
Zwei Teams stellen sich hinter der Startlinie auf. Vor jedem Team steht in fünf Metern Entfernung ein Eimer mit Wasser, in zehn Metern ein leerer Eimer. Das erste Kind jeder Gruppe bekommt einen Becher, läuft zum vollen Eimer, füllt den Becher, läuft zum leeren Eimer und schüttet das Wasser hinein. Danach läuft es zurück und gibt den Becher an das nächste Kind weiter.
Gewonnen hat das Team, das nach drei Minuten am meisten Wasser im leeren Eimer hat. Die Spielleitung misst mit einem Messbecher nach, damit es kein Streit gibt. Wichtig ist, dass die Becher nicht über den Rand gefüllt werden, sonst wird der Weg zur Rutschbahn.
Für Kinder von vier bis sechs Jahren reicht ein Eimer in drei Metern Entfernung und ein Becher ohne Wasser, der nur weitergegeben wird. So üben sie die Reihenfolge, ohne nass zu werden.
Sackhüpfen: welche Regeln gelten, welche Varianten gibt es?
Beim Sackhüpfen steigt jedes Kind mit beiden Beinen in einen Jutesack, hält den Rand mit den Händen und hüpft bis zur Wendemarke und zurück. Die Bahn ist acht bis zehn Meter lang. Gestartet wird auf ein Zeichen, nicht auf Zuruf aus der Gruppe.
Varianten für gemischte Gruppen:
- Zwei Kinder hüpfen gemeinsam in einem großen Sack und sprechen sich ab.
- Die Kinder hüpfen rückwärts, was langsamer und vorsichtiger macht.
- Ein Kind hüpft, ein zweites läuft daneben und zählt die Sprünge.
- Für Kinder unter sechs Jahren entfällt die Wendemarke, sie hüpfen nur hin und zurück auf kurzer Strecke.
Der Boden muss frei von Steinen sein. Barfuß wird nicht gehüpft, weil der Sack auf heißem Gras durchscheuert. Wer stürzt, steigt aus, trinkt etwas und darf in der nächsten Runde wieder mitmachen.
Wie viele Kinder spielen bei der Wasserstaffel mit?
Die Wasserstaffel funktioniert mit acht bis vierundzwanzig Kindern. Bei mehr als sechzehn Kindern werden vier Teams gebildet, sonst stehen die Kinder zu lange an. Jedes Team hat vier bis sechs Mitglieder, damit jedes Kind zwei- oder dreimal an die Reihe kommt.
Die Spielleitung stellt sich neben die Eimer und zählt die Runden laut mit. Ein zweiter Erwachsener steht am Wendepunkt und schickt die Kinder zurück. Bei großer Hitze wird die Wasserstaffel an den Anfang des Festes gelegt, danach folgen ruhigere Spiele im Schatten.
Ruhige Spiele für die Pause
Nach zwei Laufspielen brauchen die Kinder etwas Ruhiges. Drei Beispiele:
- Dosenschießen: Sechs Konservendosen werden zu einer Pyramide gestapelt, jedes Kind wirft drei Säckchen aus zwei Metern Entfernung.
- Wäscheklammer-Jagd: Zwei Kinder ohne Klammern versuchen, den anderen die Klammern vom Hemd zu ziehen. Gespielt wird auf Zeit, nicht bis zur Erschöpfung.
- Geräusche raten: Ein Kind steht mit dem Rücken zur Gruppe, die anderen machen ein Geräusch, das erkannt werden soll.
Diese Spiele dauern fünf bis acht Minuten und eignen sich für Kinder, die nach dem Laufen kurz verschnaufen müssen.
Sicherheit bei Hitze und auf der Wiese
Sommerfeste im Freien brauchen Schatten, Wasser und klare Grenzen. Die Spielfläche wird mit Seilen abgesteckt, damit niemand in den Grillbereich oder auf die Straße läuft. Getränke stehen an einer festen Station, nicht am Spielfeldrand.
Bei Temperaturen über dreißig Grad werden Laufspiele auf den Vormittag oder den späten Nachmittag gelegt. Kinder tragen Schuhe, die den Fuß halten, keine Badeschlappen. Die Spielleitung prüft vor dem Start den Boden auf Scherben, Bienen und Hundehaufen.
Ein Erste-Hilfe-Kasten mit Pflastern, Kühlpack und Schere gehört in die Nähe der Spielleitung. Bei Gewitter wird das Fest unterbrochen, auch wenn die Kinder weiterlaufen wollen. Wer ein Fest mit Feuerwerk plant, klärt vorher die örtlichen Regeln, denn in vielen Gemeinden braucht das Abbrennen im Garten eine Erlaubnis.
Was am Ende bleibt
Ein Sommerfest im Freien lebt von wenigen, gut erklärten Spielen. Vier Stationen reichen für einen Nachmittag: eine Laufstaffel, ein Hüpfspiel, eine Wurfstation und ein ruhiges Ratespiel. Die Spielleitung wechselt nach jeder Runde die Reihenfolge, damit nicht immer dasselbe Team zuerst startet. Am Ende bekommt jedes Kind eine Kleinigkeit, unabhängig vom Ergebnis.